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Iranische Tar zum Verkauf

Tar (indogermanisch/persisch 'Saite', 'Faden', 'Tau', 'Sehne', 'Fell'; wohl Kurzform von ursprünglich "tschahar-tar" = 'vier Saiten', oder "pandsch-tar" = 'fünf Saiten') ist eine gezupfte Langhalslaute, deren Hals, wie bei der griechischen Bouzouki, länger als der Korpus ist. Nicht nur etymologische Verwandtschaft besteht zu Instrumenten wie Setar (= "drei Saiten"), Dotar (= "zwei Saiten") sowie vermutlich auch zur Gitarre.

Man findet die Tar in zahlreichen Ländern des vorder- und zentralasiatischen Raumes, vor allem im Iran, in Aserbaidschan, in Armenien und in Turkmenistan. Im persischen Sprachraum ist sie seit dem 19. Jahrhundert zu finden, wo sie frühestens Mitte des 18. Jahrhunderts aus der Rebab (verwandt mit der heute noch in Afghanistan gespielten Rubab) entstanden ist. Insbesondere in der klassischen Musik Irans ist die Tar seit der Kadscharendynastie eines der wichtigsten Musikinstrumente geworden. Bei Aufführungen klassischer persischer Musik wird selten auf den Einsatz der durch ihren eigentümlichen metallischen Klang ausgezeichneten Tar verzichtet.